Wie komme ich zum Arzt?

Attendorn. Die hausärztliche Grundversorgung in Attendorn ist gut, aber viele Bürger aus den Randgebieten müssen für den Besuch beim Arzt oft längere Wege in Kauf nehmen. Gerade Älteren fällt das schwer, besonders wenn dann kein eigenes Auto vor der Tür steht. Hier will der diakonische Fahrdienst „Wohl zu Hause“, der zum Agil-Seniorenbüro gehört, einspringen.

Bernd Herweg, der die Fahrten im „Wohl zu Hause“ koordiniert, weiß, wie schwierig es ist, per Bus aus weiter entfernten Stadtteilen „mal eben“ zum Arzt zu fahren. Da muß man schon mal Geduld und Zeit mitbringen. Und wenn Senioren dann nicht das Glück haben, auf Angehörige zurückgreifen zu können, die einen netterweise bringen und die Geldbörse keine Taxifahrt hergibt, ist die Not oft groß. Daher appelliert Bernd Herweg gerade an ältere Menschen auch in den umliegenden Orten, den diakonischen Fahrdienst frühzeitig in Anspruch zu nehmen. Herweg:„Wer sich früh bei uns meldet, der bekommt eine verlässliche Zusage, wenn zum Termin ehrenamtliche Fahrer zur Verfügung stehen.“ Das bedarf einer guten Planung, die eine stete Abstimmung mit den freiwilligen Helfern erfordert, die ja teils im privaten Pkw unterwegs sind und dafür eine kleine Aufwandsentschädigung bekommen. Nur durch das ehrenamtliche Engagement ist es möglich, den Dienst aufrecht zu erhalten und Leistungen zu bieten, die weit über einen normalen Fahrdienst hinausgehen. Bernd Herweg: „Wenn jemand zum Arzt oder zur Reha gebracht wird, versteht es sich von selbst, dass danach auch wieder gemeinsam zurückgefahren wird.“
Und so bietet Bernd Herweg einmal mehr an, die Scheu beiseite zu legen und sich beim „Wohl zu Hause“ zu melden. Auch wer als ehrenamtlicher Fahrer mit dabei sein möchte, der kann ab sofort gerne anrufen. Der Dienst ist unter 0160 3366 230 zu erreichen. Anfragen können auch während der Sprechzeiten des Agil-Seniorenbüros jeden Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr unter 02722 5408 691 gestellt werden.

 

Foto: „Wohl zu Hause“-Koordinator Bernd Herweg mit dem Wagen des diakonischen Fahrdienstes.
(Foto: Guido Raith)