Projekt “Wohl zu Hause” bietet Mobilität im Alter

Ein weiteres Projekt der Freiwilligenzentrale des Diakonischen Werkes Lüdenscheid-Plettenberg in Kooperation mit dem Agil-Seniorenbüro und der Stadt Attendorn ist das Wohl zu Hause.

Ermöglicht wurde es durch die finanzielle Unterstützung durch die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem. Hier können sich Senioren in der Region seit einigen Monaten über tatkräftige Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags freuen.

Das „Wohl zu Hause“ bietet maßgebliche Unterstützung bei der Mobilität von Senioren und will damit erreichen, dass ältere Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden bleiben können. Erreicht werden sollen hier Senioren, die alleine leben, Unterstützung im Alltag suchen, keine Familienangehörige in Reichweite haben, die in vertrauter Umgebung wohnen bleiben wollen und auch solche, die sich einfach mehr Gesellschaft und soziale Kontakte wünschen.

Und so funktioniert das „Wohl zu Hause“: Koordiniert von Bernd Herweg, Mitarbeiter des Diakonischen Werkes in Attendorn, wird vom Büro des „lebensfroh. Kirche im Laden“-Begegnungs- und Sozialzentrum aus ein erweiterter Fahrdienst organisiert, der von ehrenamtlichen Helfern betrieben wird. Jeder, der nur ein klein wenig seiner Zeit für ältere Damen und Herren zur Verfügung stellen möchte, kann sich hier als Fahrer eintragen lassen. „Mit der ein oder anderen kurzen Fahrt zum Arzt, Einkauf oder einer Veranstaltung trägt man schon deutlich zur echten Verbesserung der Lebenssituation der Menschen bei“, so Guido Raith vom Agil-Seniorenbüro. Und der Aufwand der ehrenamtlichen Helfer wird natürlich entschädigt, so Raith weiter, denn „jeder, der als Fahrer des Wohl zu Hause mit eigenem Wagen aktiv wird, bekommt seine Fahrtkosten anteilig an der gefahrenen Strecke selbstverständlich erstattet.“ Zudem geht es hierbei natürlich nicht nur um das reine Fahren der bedürftigen Menschen. Auch kleine Alltagshilfen – hier mal eine Glühbirne wechseln, dort die Einkaufstasche tragen, oder einfach mal gemeinsam eine Tasse Kaffee zu trinken und zuzuhören – gehören dazu. Es handele sich nicht um einen reinen Fahrdienst, so Guido Raith, sondern vielmehr „um ehrenamtliche menschliche Zuwendung für ältere Damen und Herren, die mehr am Leben teilhaben möchten und denen wir das ermöglichen wollen.“

Wer als Senior beim „Wohl zu Hause“ dabei sein und hier Fahrten buchen möchte, der kann das gegen einen kleinen Kostenbeitrag pro Monat.

Unter der Telefonnummer 0160 / 3366 230 ist Bernd Herweg für Senioren erreichbar. Wer am „Wohl zu Hause“ teilhaben will, der wird von dem Diakonie-Mitarbeiter besucht, der die Formalitäten dann persönlich klärt. Aus organisatorischen Gründen bedarf es eines Vorlaufes von mindestens drei Tagen für die Buchung einer Fahrt. Und es können nicht nur kurze Fahrten innerhalb von Attendorn gebucht werden. Auch wer beispielsweise einen Angehörigen in weiter Entfernung besuchen möchte, wem ein Krankenhausaufenthalt in einer anderen Stadt bevorsteht, wer die Fahrt in die Kur per Pkw vornehmen möchte oder schlicht an einem weiter entfernten Kultur-Angebot teilhaben will, der kann sich mit Bernd Herweg zwecks Absprache in Verbindung setzen.

Wer nun als Senior vom „Wohl zu Hause“ profitieren möchte, der kann sich telefonisch melden und auf eine Liste der künftigen Kunden setzen lassen. Es folgt eine Erstberatung, bei der die persönliche Lebenssituation und die individuellen Bedürfnisse besprochen werden. Und kurz darauf kann es schon direkt losgehen. Die Freiwilligenzentrale, Agil und das „Wohl zu Hause“-Team wünschen eine gute Fahrt!

Natürlich werden für das „Wohl zu Hause“ noch Fahrerinnen und Fahrer gesucht, die die Aktion ab und an unterstützen möchten. Wer ehrenamtlich bei dem Projekt mitmachen und ein wenig seiner Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen möchte, der kann sich telefonisch mit Bernd Herweg in Verbindung setzen, oder eine Mail an b.herweg@diakonie-plbg.de schicken.

Treffen für Menschen mit einer Behinderung

Treffen für Menschen mit einer Gehbehinderung
Am Freitag, den 05.10.2018 fand erstmalig ein Treffen für Menschen mit einer Gehbehinderung und deren Begleitung im Begegnungszentrum in Bamenohl statt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch Peter Melchers, Vorsitzender des VDK Finnentrop. Begleitet wird das Treffen von Pia Hirschhäuser, Seniorenbeauftragte der Gemeinde Finnentrop. In Zukunft möchte sich die Gruppe regelmäßig jeden 2. Freitag im Monat treffen. Das nächste Treffen findet am 08.03.2019 um 16.30 Uhr statt. Interessierte Personen sind herzlich willkommen. Fragen und Anmeldung unter: 02721/512108.

Versicherungsschutz im Ehrenamt

Lehrreicher Info – Abend zum„Versicherungsschutz im Ehrenamt“

Ehrenamtliches Engagement bereichert die Gesellschaft. Freiwillige setzen sich in allen Bereichen ein: Im Sportverein trainieren sie die Mitglieder, in der Bibliothek lesen sie Kindern vor, bei der Feuerwehr retten sie Leben und als Ersthelfer sichern sie große Veranstaltungen. Über 23 Millionen Menschen machen sich in ihrer Freizeit stark für ein soziales, lebenswertes und sicheres Land. Damit tragen sie entscheidend zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.

Dabei ist Versicherungsschutz im Ehrenamt ein wichtiges Thema für alle Beteiligten. Das bürgerschaftliche Engagement darf nicht mit unkalkulierbaren Risiken verbunden sein.

Um das Ehrenamt darüber zu informieren, haben die Bürgerhilfe Finnentrop und die Fachstelle für Seniorenarbeit der Gemeinde Finnentrop gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Versicherungsschutz im Ehrenamt“ eingeladen.

Als Referentin konnte Stephanie Krause, Vorsitzende der Landesarbeits-gemeinschaft der Freiwilligenagenturen in NRW gewonnen werden. In einem einstündigen Vortrag wurden grundlegende Informationen vermittelt, wie z.B. die Definition von Ehrenamt im Versicherungsbereich, Unfallschutz- und Haftpflichtversicherung.

Auch Ehrenamtlichen kann bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ein Unfall zustoßen oder sie können einen Schaden verursachen. Ehrenamtliche in dieser Hinsicht abzusichern ist enorm  wichtig. Mit Hilfe von Praxisbeispielen wurden die Teilnehmer in das komplexe Versicherungssystem eingeführt und aufgeklärt.

Der wichtigste Appell von Stephanie Krause war, dass jeder Ehrenamtliche, so früh wie möglich, bei seiner eigenen Versicherung, als auch bei der Organisation, für die er ehrenamtlich tätig ist, nachfragt, wie er bei seiner Tätigkeit gegen Schäden abgesichert ist, die ihm an Körper oder Eigentum entstehen können. Zum anderen muss geklärt werden, inwieweit er für Schäden haftet, die er bei der ehrenamtlichen Tätigkeit verursacht.

Für die Teilnehmer war der Vortrag sehr  lehrreich, um sich im Ehrenamt noch sicherer bewegen zu können.

Auf dem Foto: Stephanie Krause, Vors. Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW.

Lennestädter Seniorenfrühstück auf großer Fahrt

Am Donnerstag , dem 07. Juni 2018 machten sich gut 50 Besucher der Lennestädter „FrühstücksCafés“ sowie einige Damen vom Lennestädter „TreffCafé“ auf den Weg nach Bad Sassendorf um dort gemeinsam einen schönen Tag bei gutem Wetter zu verbringen. Nach einem herausragenden Mittagessen im Café Sprenger konnten die Seniorinnen und Senioren den Kurpark und den Ort auf eigene Faust erkunden. Mit einer Tasse Kaffee und einem großen Stück Kuchen oder einem Eisbecher wurde der Ausflug nach Bad Sassendorf gegen 17:00 Uhr beendet. Gegen 19:00 Uhr kamen alle zufrieden und glücklich wieder in Lennestadt an. Falls auch Sie Lust auf Gespräche in geselliger Rund haben – vielleicht sind das FrühstücksCafé oder das Treff Café für Alleinlebende auch etwas für Sie. Die FrühstückCafés finden jeden Dienstag im Feuerwehrhaus in Bilstein, Mittwoch im Jugendtreff NewKOMMA in Altenhundem und Donnerstag in der OT Grevenbrück (Kölner Str. 60) jeweils von 9:00–11:00 Uhr statt. Das Treff-Café öffnet jeden 2. und 4. Dienstag von 17:00–20:00 Uhr im Treffpunkt (Altenhundem, gegenüber der Sauerlandhalle) seine Pforten. Infos und Anmeldungen im HANAH-Servicebüro für Familien und Senioren im Rathaus der Stadt Lennestadt und unter 02723-608 220. Wir freuen uns auch auf Ihr Kommen!

Dankeschön für Ehrenamtliche

Auf Einladung der Lennestädter Ehrenamtsbörse (EiL) trafen sich rund 70 Personen im PüttmannsHof in Halberbracht, um gemeinsam bei gegrillten Köstlichkeiten und Getränken ein Dankeschön entgegenzunehmen. Bei seiner Begrüßung ging Hartmut Schweinsberg, Sprecher von EiL, auf den Wert des Dankes ein: „Der Ehrenamtler braucht für sein Tun und Wirken Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung durch die Gesellschaft und den Staat. Ohne die Freiwilligen in den Organisationen sowie in den vielen öffentlichen oder privaten Bereichen kann das Gemeinwesen nicht existieren!“ Auch Bürgermeister Stefan Hundt schloss sich dem Dankeschön an die Ehrenamtler an: „Mein Dank gilt EiL und den mehr als 400 Freiwilligen. Um auch das Ehrenamt zu stützen und weiterzuentwickeln, bitte ich Sie alle, am Zukunftsprojekt www.lennestadt2030.de mitzuarbeiten.“

In der anschließenden Ansprache betonte Dieter Mennekes, Gründer der DIMUS-Stiftung, den Stellenwert und die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement. Für den musikalischen Rahmen sorgte Martin Segler, der eigens für diese Veranstaltung ein Liederbüchlein erstellt hatte, so dass die Anwesenden immer wieder miteinstimmen konnten. Schließlich galt es, eine Quizfrage zu beantworten: Wie hoch ist der prozentuale Anteil der männlichen Freiwilligen an der Gesamtzahl der ca. 420 Ehrenamtlichen? Siegerinnen wurden hier Angelika Kreikemeier und Doro Heimes. (Lösung: 33,25%)

Abschließend wies Hartmut Schweinsberg auf zwei wichtige Vorhaben hin, mit denen sich EiL intensiver beschäftigen möchte: Wie kann das ehrenamtliche Tun und Denken den Jugendlichen nähergebracht werden? Gibt es Möglichkeiten und Wege auch im ehrenamtlichen Bereich zum Thema Einsamkeit von Menschen und Vereinsamung Anstöße zu geben?